Was ist Remanenz (Br)?

Remanenz (Br) ist die Menge an Magnetismus, die in einem Material verbleibt, nachdem ein externes Magnetfeld entfernt wurde. Sie ist eine wichtige Eigenschaft von Permanentmagneten und bestimmt unter anderem, wie stark ein Magnet werden kann.


Von Team Magnetenspecialist
2 Min. Lesezeit


Wenn ein Magnet hergestellt wird, wird das Material einem sehr starken externen Magnetfeld ausgesetzt. Während dieses Prozesses richten sich die magnetischen Domänen innerhalb des Materials größtenteils in die gleiche Richtung aus. Dies erzeugt die permanente Magnetisierung, die für einen Permanentmagneten charakteristisch ist.

Wird das externe Magnetfeld anschließend entfernt, bleibt ein großer Teil dieser Magnetisierung erhalten. Die Menge der verbleibenden magnetischen Flussdichte wird als Remanenz bezeichnet.

Die Remanenz wird oft mit dem Symbol Br bezeichnet und ist eine der wichtigsten Eigenschaften eines Permanentmagnetmaterials.

Was bedeutet Remanenz?

Die Remanenz beschreibt, wie viel Magnetismus in einem Material verbleibt, nachdem das magnetisierende Feld entfernt wurde.

Mit anderen Worten: Sie gibt an, wie stark ein Material ohne äußere Einwirkung magnetisch bleibt.

Ein Material mit hoher Remanenz kann ein stärkeres Magnetfeld erzeugen als ein Material mit geringerer Remanenz.

Deshalb spielt die Remanenz eine wichtige Rolle für die Leistung von Permanentmagneten.

Warum ist Remanenz wichtig?

Die Remanenz bestimmt maßgeblich, wie viel magnetischen Fluss ein Magnet liefern kann.

Je höher die Remanenz, desto größer ist die Menge an magnetischer Energie, die für Anwendungen wie:

  • Elektromotoren
  • Generatoren
  • Sensoren
  • Lautsprecher
  • Industriemaschinen

Für Konstrukteure und Ingenieure ist die Remanenz daher ein wichtiger Parameter bei der Auswahl magnetischer Materialien.

Wie wird Remanenz gemessen?

Die Remanenz wird ausgedrückt in:

  • Tesla (T)
  • MilliTesla (mT)
  • Gauss (G)

Die meisten Datenblätter von Neodymmagneten weisen einen Br-Wert in Tesla aus.

Typische Werte für moderne Neodymmagnete liegen oft zwischen etwa:

1,0 und 1,5 Tesla

Der genaue Wert hängt von der verwendeten Magnetgüte ab.

Remanenz und Magnetgüte

Einer der Gründe, warum ein N52-Magnet stärker ist als ein N35-Magnet, ist, dass das Material eine höhere Remanenz besitzt.

Dadurch kann innerhalb desselben Volumens ein größeres Magnetfeld erzeugt werden.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Remanenz der einzige bestimmende Faktor für die Leistung eines Magneten ist.

Auch Eigenschaften wie Koerzitivfeldstärke, Abmessungen und Temperaturverhalten spielen eine wichtige Rolle.

Remanenz und das Magnetfeld

Remanenz wird manchmal mit der Feldstärke eines Magneten verwechselt.

Obwohl beide Begriffe miteinander zusammenhängen, beschreiben sie unterschiedliche Eigenschaften.

Remanenz ist eine Materialeigenschaft.

Die tatsächliche Feldstärke eines Magneten wird zusätzlich beeinflusst durch:

  • Form
  • Abmessungen
  • Magnetisierung
  • Umgebung

Zwei Magnete aus demselben Material können daher unterschiedliche Leistungen erbringen.

Remanenz in der Hysteresekurve

Innerhalb der magnetischen Materialkunde wird die Remanenz auf der sogenannten Hysteresekurve dargestellt.

Diese Grafik zeigt, wie ein Material auf Magnetisierung und Entmagnetisierung reagiert.

Der Br-Wert wird an dem Punkt abgelesen, an dem das externe Magnetfeld auf Null zurückgeführt wurde.

Daher wird die Remanenz oft als Maß für den permanenten Magnetismus eines Materials angesehen.

Fazit

Die Remanenz, mit dem Symbol Br bezeichnet, beschreibt, wie viel Magnetismus in einem Material verbleibt, nachdem das magnetisierende Feld entfernt wurde. Sie ist eine der wichtigsten Eigenschaften von Permanentmagneten und spielt eine große Rolle für die Leistung von Neodymmagneten.

Materialien mit höherer Remanenz können stärkere Magnetfelder erzeugen und werden daher in hochwertigen technischen und industriellen Anwendungen eingesetzt.