Warum rosten Neodymmagnete?
Neodymmagnete können rosten, da sie Eisen enthalten. Daher werden sie fast immer mit einer Schutzschicht wie Nickel, Epoxid, Gummi oder Kunststoff versehen. Die richtige Beschichtung verlängert die Lebensdauer erheblich und schützt vor Feuchtigkeit und Korrosion.
Neodym-Magnete sind als die stärksten kommerziell erhältlichen Permanentmagnete bekannt. Sie werden in Tausenden von Produkten eingesetzt, von Industriemaschinen und Elektromotoren bis hin zu Unterhaltungselektronik und Magnetverschlüssen.
Dennoch besitzen Neodym-Magnete eine Eigenschaft, die viele Anwender überrascht: Ohne Schutz können sie rosten.
Wie kann ein modernes technisches Material, das so stark ist, gleichzeitig korrosionsempfindlich sein?
Neodym ist oxidationsempfindlich
Ein Neodym-Magnet besteht nicht ausschließlich aus Neodym.
Das Material wird aus einer Legierung von:
- Neodym (Nd)
- Eisen (Fe)
- Bor (B)
Diese Kombination ist als NdFeB bekannt.
Besonders das enthaltene Eisen macht das Material oxidationsempfindlich. Wenn Feuchtigkeit und Sauerstoff die Oberfläche erreichen, kann Korrosion entstehen.
Dieser Prozess ähnelt stark dem Rosten von gewöhnlichem Stahl.
Warum rosten manche Magnete schneller?
Nicht jede Umgebung ist gleich.
Die Korrosionswahrscheinlichkeit steigt bei:
- hoher Luftfeuchtigkeit
- Außenbereich
- Kondenswasserbildung
- Salzwasser
- industriellen Umgebungen
- beschädigten Beschichtungen
Wenn Feuchtigkeit längere Zeit mit dem Magnetmaterial in Kontakt kommt, kann sich die Korrosion unter der Schutzschicht ausbreiten.
Was passiert, wenn ein Magnet rostet?
Rost beeinträchtigt nicht nur das Aussehen.
Wenn Korrosion tiefer in das Material eindringt, können auch die magnetischen Eigenschaften beeinträchtigt werden.
In schweren Fällen kann das Material:
- bröseln
- reißen
- schwächen
- teilweise entmagnetisieren
Daher ist der Korrosionsschutz wichtig für die Lebensdauer eines Neodym-Magneten.
Warum haben Neodym-Magnete eine Beschichtung?
Nahezu alle Neodym-Magnete werden mit einer Schutzbeschichtung versehen.
Diese Schicht bildet eine Barriere zwischen dem Magnetmaterial und der Umgebung.
Häufig verwendete Beschichtungen sind:
Ni-Cu-Ni (Nickel-Kupfer-Nickel)
Die häufigste Oberflächenbehandlung.
Diese Beschichtung bietet:
- guten Korrosionsschutz
- ein glänzendes Metallic-Aussehen
- hohe Verschleißfestigkeit
Epoxidharz
Epoxidharz bildet eine zusätzliche schützende Kunststoffschicht.
Vorteile:
- besserer Schutz vor Feuchtigkeit
- geeignet für härtere Bedingungen
- oft in Schwarz ausgeführt
Gummibeschichtung
Gummi schützt sowohl den Magneten als auch die Kontaktfläche.
Wird häufig verwendet bei:
- Fahrzeugen
- Displays
- empfindlichen Oberflächen
Kunststoffummantelungen
Bei einigen Anwendungen wird der Magnet vollständig von Kunststoff umschlossen.
Dies bietet maximalen Schutz vor Feuchtigkeit und Beschädigung.
Und wie sieht es mit Gold, Roségold und Gunmetal aus?
Einige Magnete werden mit dekorativen Beschichtungen versehen.
Beispiele sind:
- goldfarben
- roségold
- Gunmetal
Diese Beschichtungen werden oft wegen ihres Aussehens in sichtbaren Anwendungen wie Displays, Innenausbau, Luxusverpackungen oder Designprodukten gewählt.
Der darunterliegende Magnet bleibt jedoch derselbe; die Beschichtung bestimmt hauptsächlich das Aussehen und bietet zusätzlichen Schutz.
Können Neodym-Magnete im Freien verwendet werden?
Ja, sofern die richtige Ausführung gewählt wird.
Für den Außenbereich eignen sich meist:
- Epoxid-beschichtete Magnete
- Gummi-beschichtete Magnete
- Kunststoffummantelte Magnete
Ein standardmäßig vernickelter Magnet kann im Freien funktionieren, hat jedoch in der Regel eine kürzere Lebensdauer, wenn er über längere Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
Wie verlängert man die Lebensdauer?
Um Korrosion zu vermeiden, ist es ratsam:
- Beschädigungen der Beschichtung zu vermeiden
- Magnete trocken zu lagern
- längeren Kontakt mit Wasser zu vermeiden
- die richtige Beschichtung zu wählen
Dadurch können Neodym-Magnete jahrzehntelang halten.
Fazit
Neodym-Magnete enthalten Eisen und sind daher korrosionsempfindlich, wenn Feuchtigkeit und Sauerstoff das Material erreichen. Um dies zu verhindern, werden nahezu alle Neodym-Magnete mit einer Schutzschicht wie Nickel, Epoxidharz, Gummi oder Kunststoff versehen. Mit dem richtigen Schutz können Neodym-Magnete auch in anspruchsvollen Umgebungen jahrelang zuverlässig funktionieren.